Gemeinsam Fahrrad- und Transportrad-Sharing voranbringen
Kommunen setzen zunehmend auf Transportrad-Mietsysteme, um die Mobilitätswende voranzubringen. Gleichzeitig stehen viele vor ähnlichen Herausforderungen – von der Planung bis zum Betrieb.
Gemeinsam geht es besser. Deshalb hat TINK ein Netzwerk initiiert, in dem sich Kommunen, Verkehrsverbünde und weitere Akteure austauschen und gegenseitig unterstützen. Im TINK-Netzwerk treffen Kommunen, die ein Mietsystem planen, auf solche, die bereits seit Jahren praktische Erfahrungen gesammelt haben.
Hintergrund
Das TINK-Netzwerk startete im Juli 2020 im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans und baute auf den Erfahrungen des Modellprojekts TINK in Konstanz und Norderstedt auf.
Bis Oktober 2024 arbeiteten rund 30 Kommunen und kommunale Mobilitätsdienstleister – darunter Verkehrsverbünde und Stadtwerke – im Netzwerk zusammen. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen, neue Ansätze zu erproben und konkrete Lösungen für den Aufbau und Betrieb von Transportrad-Mietsystemen zu entwickeln.
Ein besonderer Bestandteil war die Bereitstellung einer Wander-Mietradflotte, die in vier Kommunen eingesetzt wurde. TINK organisierte dabei den gesamten Betrieb. Die Flotte umfasste 15 Transporträder (5 E-Transporträder und 10 muskelbetriebene Räder).
Entwicklung
Die Zahl mietbarer Transporträder wächst in Deutschland, ist aber weiterhin überschaubar. Umso wichtiger ist der Austausch zwischen den Kommunen, die hier eine Vorreiterrolle einnehmen.
Erfahrungen aus Projekten wie „Lastenrad mieten, Kommunen entlasten“ zeigen, dass der Wissenstransfer ein zentraler Erfolgsfaktor ist – sowohl in urbanen Räumen als auch im ländlichen Kontext.
Austausch und TINK Talks
Heute steht der regelmäßige Austausch im Mittelpunkt des Netzwerks.
Mit den TINK Talks bieten wir etwa viermal im Jahr ein offenes Online-Format an, in dem aktuelle Themen rund um Transportrad-Sharing diskutiert werden.
Nach einem kurzen fachlichen Impuls tauschen sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen aus und besprechen konkrete Fragestellungen aus der Praxis.
Typische Themen sind zum Beispiel:
- Langzeitmieten vs. Kurzzeitmieten
- Erfolgsfaktoren für funktionierende Mietsysteme
- Nutzungssteigerung und Erschließung neuer Zielgruppen
- Zusammenarbeit mit Initiativen und lokalen Partnern
Die TINK Talks dauern in der Regel etwa eine Stunde und sind kostenfrei. Themenvorschläge können jederzeit eingebracht werden. Unter Aktuelles finden Sie Berichte über einige vergangene TINK-Talks.
Ihr Nutzen
Durch die Teilnahme am TINK-Netzwerk profitieren Sie von:
- aktuellen Impulsen und Einblicken in die Praxis
- regelmäßigem Austausch mit Kommunen, Verkehrsbetrieben und Betreibern
- neuen Ideen und Lösungsansätzen für Ihr eigenes Vorhaben
- einem wachsenden Netzwerk von Akteuren im Bereich Sharing
Mitmachen
Sie möchten am TINK-Netzwerk teilnehmen oder über die nächsten TINK Talks informiert werden? Dann melden Sie sich gerne an – die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Netzwerk im Überblick
- Aachen
- Berlin
- Bielefeld
- Bremen
- Dorsten
- Dortmund *
- Eschborn
- Esslingen
- Frankfurt am Main
- Hamburg
- Hannover
- Kiel + Region
- Konstanz
- Leipzig *
- Mainz
- Mannheim
- Marburg
- Norderstedt
- Offenburg
- Peine
Mit * markierte Städte testeten vier bis sechs Monate lang das Wander-Mietradsystem

